Bauthermografie Infrarot München Allgäu Ulm Memmingen Augsburg anfrage@bauthermografie-infrarot.de 08261-759 7264 Handy 0152-531 44302 Dipl. Ing. (FH) Tschiederer
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Wärmebrücke, Kältebrücke, Wärmeverlust am Haus

Eine Wärmebrücke ist ein kaum vermeidbarer Verlust von Wärme durch die Baukonstruktion. In manchen Fällen ist die Ursache jedoch einfach nur Baupfusch! In nachfolgendem Video sehen Sie den Einsatz einer Wärmebildkamera an einer versteckten Kältebrücke eines Einfamilienhaus (EFH).

Im Video sehen Sie die Fassade des Hauses von außen. Sie ist bläulich gefärbt dargestellt. Die Außentemperatur ist kalt, weil Winter ist. Da im Inneren des Hauses geheizt wird, sehen wir durch die Fenster (dargestellt in orange- gelb-rot), das es dort zum Austritt der Wärme kommt. Das ist für Fenster und Türen normal, denn Sie haben nicht die effektive Dämmung einer Hauswand. Ob der Energieverlust unverhältnismäßig hoch ist, können wir Ihnen mit unseren Wärmebildern aufzeigen und erläutern. Kontaktieren Sie uns gern über das Kontaktformular, per Mail bzw. über die oben angegebenen Rufnummern!

Weitere Darstellungen von Baupfusch und Wärmeverlusten in Wohnungen

Wärmebrücken werden vom Volksmund ebenso als Kältebrücken bezeichnet. Diese Kältebrücken können zu Schimmel führen. Eine kalte (unbeheizte) Ecke in einem Zimmer kann beispielsweise in Kombination mit schlechter Lüftung oder aufsteigender Feuchtigkeit o.Ä. eine Schimmelbildung begünstigen. Wir empfehlen Stoßlüften der gesamten Wohnung für 5 min., statt angekippter Fenster, die den Raum nur unnötig auskühlen lassen. Halten Sie die Temperatur Ihrer Räume besser konstant. Ein tägliches Auf- und Abdrehen der Heizung z.B. morgens und nachmittags ist ineffektiv, weil die Wände auskühlen und zu viel Energie benötigt wird, um sie wieder zu erwärmen. Besser die Temperatur konstant bei einer etwas niedrigeren Temperatur (beispielsweise 21 Grad) halten, als am Regler zu spielen, um eine Einsparung von 100€ im Jahr zu erzielen. Das gilt ebenfalls für die propagierten SMART HOME REGLER, welche gar nicht energiesparend sind.

Berechnung dieser typischen Wärmebrücke am Fenster

Schadensaufnahme: Ein Mieter klagt über Schimmelpilz in mehreren Räumen. Am schlimmsten davon betroffen sind die Fensterlaibungen im Schlafzimmer, der Küche und genauso im Bad. Auch der Vormieter hatte schon diesen Schimmelschaden (!).


Die Temperatur Oberfläche/ innen an der Schadenstelle an der Fensterleibung betrug 17°C. Die Die Temperatur RAUM innen im Inneraum der Luft betrug 20°C.
Die Temperatur außen in der Außenluft betrug 15,2 °C.

Wie Sie selbst sehen können, bestehen hier große Temperaturdifferenzen. Die Fensterlaibung ist 3°C kälter als die nur wenige Zentimeter entfernte Innenwand und der Rest des Raumes.

Schimmel Fensterleibung Bauteilversagen wegen der Kältebrücke infolge mangelhaftem Fenstereinbau
Schimmel an der Fensterleibung. Eine Kältebrücke infolge mangelhaftem Fenstereinbau.


Der Nachweis kann nach der E DIN EN ISO 10211-2 über den Temperaturfaktor fRsi erfolgen, der < als 0,7 sein soll, wenn  eine Kältebrücke  vorliegt.

Berechnung einer Kältebrücke im Wohnraum

Für die Berechnung von Kältebrücken benötigen wir die Temperaturen der Oberfläche, des Innenraumes und die Außentemperatur.
Auswertung:

      „Temperatur Oberfläche/ innen“    minus     „Temperatur außen
fRsi, = —————————————————————————– = < 0,7 Ja / NEIN?
„Temperatur RAUM innen“         minus          „Temperatur außen

Trägt man die gemessenen Werte der Thermografiekamera in die obere Gleichung ein, so erhält man eine Summe, die entweder größer oder kleiner als 0,7 ist.

Wie im untenstehenden Leitsatz erkennbar ist, besteht eine Kälte- bzw. Wärmebrücke bei einem Wert größer als 0,7. Wenn das Ergebnis allerdings kleiner als 0,7 ist, so gibt es keine Wärmebrücke.

Ja, es ist eine Wärmebrücke  >        fRsi,  >            fmin = 0,7 > Es ist keine Wärmebrücke

Berechnung nach Messung im Ortstermin in der Wohnung vom Kunden.

             17°C –     15,2°C    1,8   
Rsi, = ———————- =  ——– = 0,38      < 0,7
            20°C –     15,2°C    4,8  

Ist der Rechenwert < 0,7 so ist auch der Nachweis der Kältebrücke rechnerisch erfüllt.

Diese Voraussetzungen sind hier infolge eines Bauteilversagen aufgrund von mangelhaftem Fenstereinbau, sprich Baupfusch verursacht worden.
Ein Verschulden des Mieters liegt hier nicht vor.

Der Nachweis ist erfüllt, dass Schimmelpilzbildung infolge einer lokalen Taupunktunterschreitung (!) an der Fensterleibung entstanden ist. Die Fensterleibung ist also mit Eintritt niedriger Temperaturen im Winter verschimmelt.
Ausgehend von den Messwerten liegt kein nutzungsbedingter Schaden vor. Eindeutig liegen hier bauliche Schäden vor.
Holen Sie hier ein kostenloses Angebot über die Kosten der Thermografie inkl. schriftlichem Nachweis in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung ein!